tl_files/logos_und_banner/banner_ae-bmas_180x90_2.jpg

tl_files/logos_und_banner/banner_gute-arbeit_180x90.jpg

Netzwerke des Monats

Die Artikel zu den "Netz- werken des Monats" finden Sie hier.  

ESF-Bundesprogramm "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende"

Sie sind hier: Start > Aktuelles

Netzwerk des Monats: NANo – Netzwerk Alleinerziehende im Landkreis Nordhausen

Juni 2011

Am 1. April 2011 hat NANo, das Netzwerk Alleinerziehende (im Landkreis) Nordhausen, seine Arbeit im Rahmen der Förderung durch das ESF-Bundesprogramm „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ aufgenommen. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Klaus Zeh, Minister a.D. und stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Thüringen, haben sich das Jobcenter, das Landratsamt (Fachbereich Jugend und Soziales), das JugendSozialwerk Nordhausen e.V., das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. sowie die AWO Verbraucher- und Insolvenzberatungsstelle zu NANo zusammengeschlossen.

Die Koordination von NANo obliegt dem Verein Horizont e.V. mit dem Dipl. Sozialpädagogen (BA) und Mediator (FH) Thomas Rzepus als Projektleiter. Und dieser hat innerhalb kurzer Zeit bereits eigene „NANo-Techniken“ für das Netzwerk entwickelt.

In den ersten Wochen seit Beginn der Förderung standen zunächst organisatorische und logistische Vorbereitungen an: Das NANo-Team wurde gebildet, das Büro eingerichtet und die Arbeitsfähigkeit hergestellt. Schnell gab es auch erste inhaltliche Entscheidungen zu treffen, die durch Thomas Rzepus vorbereitet und auf dem ersten Netzwerktreffen vorgestellt und diskutiert wurden. Dabei kommt NANo aus Sicht des Koordinators zugute, dass das Netzwerk inhaltlich, organisatorisch und personell an dem seit 2004 bestehenden Lokalen Bündnis für Familie im Landkreis Nordhausen anknüpft. „Damit ist bereits eine breite Basis für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen vorhanden“, so Rzepus. Erstmals sollen mit NANo nun systematisch die im Landkreis vorhandenen Unterstützungsangebote zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende erhoben, analysiert und optimiert werden.

Zunächst sollte die Grundlage für die Bildung eines gemeinsamen Verständnisses von den gewünschten Ergebnissen und Wirkungen der Arbeit von NANo geschaffen werden. Um dazu von Beginn an die Erwartungen aller beteiligten Partner an das Netzwerk berücksichtigen, Schnittmengen identifizieren und einen Konsens in Bezug auf NANo herbeiführen zu können, hat Rzepus einen Fragebogen entwickelt: „Ziel war es, damit zunächst auf einem einfachen und informellen Weg einen Überblick über die Interessenlagen zu erhalten. Hieran wurde dann angeknüpft und der Mehrwert einer aktiven Beteiligung an NANo für alle Kooperationspartner transparent gemacht.“

Der Fragebogen enthält Fragen zu den Wünschen und Erwartungen an die Netzwerkarbeit, Einschätzungen zu den aus Sicht der Partner wichtigen Zielen eines Netzwerks für Alleinerziehende sowie Fragen bezüglich der gewünschten Organisationsform und Kommunikationsstruktur des Netzwerks. Darüber hinaus wurde damit eine erste kleine Erhebung der bereits vorhanden Dienstleistungen für die Gruppe der Alleinerziehenden umgesetzt. Auch Vorbehalte und Unklarheiten konnten thematisiert werden.

Der Fragebogen wurde vor dem ersten Arbeitstreffen des Netzwerks versendet und durch die Netzwerkpartner beantwortet. Auf diese Weise erhielt der Koordinator einen guten Überblick über vorhandene Interessen und Angebote der Partner und kann nun die weiteren Aktivitäten des Netzwerks daran ausrichten. Aus den Rückmeldungen erstellte Rzepus ein Arbeitspapier für das erste Netzwerktreffen, das als Diskussionsgrundlage für eine Verständigung genutzt werden konnte. Mit Erfolg: Es wurde eine Präambel für NANo formuliert, die grundsätzlich von allen Partnern als Basis für die weitere Netzwerkarbeit angenommen wurde. Diese Präambel dient als Leitbild des Netzwerks, präsentiert dieses in der Öffentlichkeit und wird die Wahrnehmung von NANo im Landkreis prägen können.

Auch wenn sich im Landkreis Nordhausen derzeit die konkreten Aktivitäten noch in der Planung befinden, hat man sich bereits auf folgende fünf Projektziele für NANo geeinigt, die innerhalb der 24 Fördermonate erreicht werden sollen:

  1. Eine Bedarfsanalyse zur Situation im Landkreis und konkreter Angebotsentwicklung ist durchgeführt.
  2. Der Aufbau von tragfähigen Wirtschaftskontakten bzw. -kooperationen ist erfolgt.
  3. Transparente Dienstleistungsketten für Alleinerziehende (Übergabe- statt Abgabemodelle) sind entwickelt.
  4. Ein effektiv arbeitendes Produktionsnetzwerkes für die Zielgruppe ist fest im Landkreis Nordhausen verankert (Übertragbarkeit).
  5. NANo bildet die Basis für ein Familien-Frühförder-System (FFS©), welches im Landkreis Nordhausen eingerichtet wird.

Auch sind bereits Teilverantwortlichkeiten der einzelnen Partner festgelegt. So sollen die fünf Handlungsfelder zukünftig entlang der Kernkompetenzen der NANo-Mitglieder bearbeitet werden. Beispielsweise ist angedacht, dass die Analyse und Optimierung von Dienstleistungsketten zunächst hauptverantwortlich von den gesetzlichen Trägern Jobcenter und Jugendamt bearbeitet wird. An der geplanten Bedarfserhebung werden sich alle Partner beteiligen, in dem sie die jeweils vorhandenen Zugänge zur Zielgruppe für eine Fragebogenerhebung nutzen.

Neben den Fragebögen zum Einstieg in die Netzwerkarbeit hat der Netzwerkkoordinator bereits ein weiteres Arbeitsinstrument, eine weitere „NANo-Technik“, entwickelt: Zur Unterstützung der Steuerungs- und Kommunikationsstruktur wird derzeit ein an die Projektmanagement-Methode SCRUM angelehntes Dokumentationssystem entwickelt, welches in digitaler Form eingesetzt und erprobt wird.

Einer der nächsten Arbeitsschritte wird eine Befragung von Alleinerziehenden sein. Dass Thomas Rzepus als Koordinator die Perspektive der Zielgruppe des NANo-Netzwerks nicht aus den Augen verliert, ist jedoch zusätzlich auch durch einen anderen Umstand gewährleistet: Seine Kollegin Kristin Wuttke, die seit dem 1. April als Projektassistentin für NANo bei Horizont e.V. tätig ist, ist selbst als alleinerziehende Mutter über das Projekt in das Berufsleben zurückgekehrt.

Weitere Informationen:

Interessierten Koordinatorinnen und Koordinatoren der geförderten Netzwerke steht der NANo-Fragebogen im Internen Portal der Programmwebseite zur Verfügung.